Wie es funktioniert
Mulch, Kies und Oberboden werden nach Volumen verkauft — m³ in fast überall, Kubikyards in den USA, plus nach Sack für Kleinmengen. Die Mathematik ist einfach: Volumen = Fläche × Tiefe. Die Falle ist die Einheitenkonsistenz — die Tiefe wird meist in cm (oder Zoll) angegeben, das Ergebnis wird aber in m³ (oder yd³) erwartet. Die Tiefe muss also vor der Multiplikation in Meter (oder Fuß) umgerechnet werden. Der Rechner macht die Umrechnung automatisch; Sie geben Maße und Tiefe ein, er liefert das Volumen in beiden Systemen plus eine Sackzahl.
Die Tiefe ist der Wert, den die meisten falsch ansetzen. Standardempfehlungen: 5-8 cm Mulch auf etablierten Beeten — genug, um Unkraut zu unterdrücken und Feuchte zu halten, ohne Flachwurzeln zu ersticken; 8-10 cm auf neuen Beeten, wenn der Mulch zusätzlich als Bodenverbesserer beim Verrotten wirken soll; 2,5-5 cm feiner dekorativer Splitt; 10-15 cm Drainagekies unter einer Pflasterterrasse oder Drainage. Deutlich dicker als empfohlen bringt keinen Vorteil, nur Materialverschwendung — und „Mulch-Vulkane" am Baumstamm schaden Rinde und Wurzeln aktiv.
Drei praktische Hinweise. (1) US-Säcke fassen 2 Kubikfuß; 1 Kubikyard = 27 Kubikfuß = 13,5 Säcke. EU-Säcke sind typisch 50 L oder 70 L; 1 m³ = 20 × 50-L-Säcke oder ~14 × 70-L-Säcke. Lose Anlieferung ist über ~4 m³ deutlich günstiger als Säcke, aber Sie brauchen eine Abladefläche und Möglichkeit zum Umlagern. Unter ~2 m³ gewinnen die Säcke meist, wenn Liefergebühren mit gerechnet werden. (2) Materialien wiegen unterschiedlich pro Volumen — Splitt ~1,5 t/m³, Mulch ~0,5 t/m³, Oberboden ~1,2 t/m³. Wer nach Gewicht kauft, fragt den Lieferanten nach dem Umrechnungsfaktor des konkreten Materials. (3) Das Volumen skaliert linear mit der Tiefe, also verdoppelt eine doppelte Tiefe die Kosten. Auf bestehenden Mulchbeeten reicht meist 2,5 cm Auffüllung pro Jahr, während die Vorschicht zerfällt — nicht jede Saison die volle Tiefe neu berechnen.
Die Formel
Die Fläche ist die Grundfläche des Beets (Länge × Breite beim Rechteck, oder direkt einfügen, wenn Sie bereits eine irreguläre Form berechnet haben). Die Tiefe wird im imperialen Modus in Zoll, im metrischen in cm angegeben. Der Rechner gibt das Volumen in beiden Systemen plus die Sackzahl je gewählter Sackgröße. Für nicht-rechteckige Beete in Rechtecke zerlegen, je einzeln rechnen und Volumen summieren.
Beispielrechnung
- Mulch auf 4 × 8 ft (1,2 × 2,4 m) Beet, 3 Zoll (~7,6 cm) Tiefe.
- Volumen = 4 × 8 × (3/12) = 8 ft³ = 0,296 yd³ ≈ 0,226 m³.
- Säcke: 8 / 2 = 4 US-Säcke (2 ft³), oder ceil(226 / 50) = 5 EU-Säcke (50 L).
Häufig gestellte Fragen
Wie tief soll ich auftragen?
Bei Mulch auf Gartenbeeten: 5-8 cm auf etablierten Beeten mit ausgewachsenen Pflanzen — genug, um Unkraut zu unterdrücken und Feuchte zu halten, ohne Flachwurzeln zu ersticken. 8-10 cm auf neuen Beeten, wenn länger wirkende Unkrautkontrolle und der langsame Bodenverbesserungseffekt beim Zersetzen gewünscht sind. Bei Ziersplitt: 2,5-5 cm für feine Wegegranulat, 5-8 cm für grobere Steine; über 8 cm wirkt schwer und läuft sich schlecht. Bei Drainagekies unter Pflasterterrasse oder Sickerschacht: 10-15 cm mit Rüttelplatte verdichtet. Mulch nicht gegen Baumstämme oder Staudenherzen häufeln — einen 8-10 cm freien Ring um die Basis verholzter Triebe lassen, um Fäulnis und Nagerschäden zu vermeiden.
Säcke oder lose Anlieferung?
Schwelle liegt bei ca. 2,5-3 m³. Darunter sind Säcke meist günstiger, wenn Lieferkosten kleiner Bulk-Lieferungen mit eingerechnet werden — und Sie können sie einzeln tragen, was zählt, wenn kein schubkarrentauglicher Weg zum Beet vorhanden ist. Über ~4 m³ ist Bulk pro m³ deutlich günstiger (oft halber m³-Preis) und bedeutet eine Lieferung statt Dutzender Fahrten zum Gartencenter. Praktisches: Bulk braucht eine ebene, vom LKW erreichbare Ablagestelle, eine Methode zum Umlagern (Schubkarre + Bretterrampe ins Beet), und sollte innerhalb weniger Wochen verteilt werden, bevor es zerfällt oder Pilze bildet. Bei einmaligen Hartlandschaftsarbeiten (Kies unter Terrasse) gewinnt Bulk fast immer, weil das Volumen ohnehin groß ist.
Mein Beet ist unregelmäßig — wie schätze ich die Fläche?
Zwei praktische Methoden: (1) Form in Rechtecke und Dreiecke zerlegen, je einzeln rechnen und summieren. Ein „nierenförmiges" Beet sind meist zwei große Rechtecke plus ein Dreieck. Bei kurvigen Rändern das umschließende größte Rechteck nehmen und nach oben aufrunden. (2) Abschreiten: Den Umfang Ferse-Spitze ablaufen und Schritte zählen, um Länge und Breite zu schätzen, dann multiplizieren. Beide Methoden liegen ±15 % daneben, ausreichend, da Mulch-Überbestellungen selten ein Problem sind (Überschuss geht ins Auffüllen im nächsten Jahr) und Säcke ohnehin aufgerundet werden. Bei sehr großen unregelmäßigen Beeten auf Karopapier maßstäblich zeichnen (1 Kästchen = 1 m²) und zählen. Nicht überdenken; die Tiefe zählt deutlich mehr als die Flächengenauigkeit.