Wie es funktioniert
Die Fliesenmenge ist (Gesamtfläche / Fläche pro Fliese), erhöht um einen Verschnittfaktor für Schnitte, Bruch und Musteranpassung. Der Faktor hängt vom Layout ab: etwa 10 % bei gerader Verlegung mit Schnitten nur an den Rändern; 15 % bei diagonaler Verlegung, wo jede Randfliese einen 45°-Schnitt braucht; 20 % oder mehr bei komplexen Mustern wie Fischgrät, Mosaikbordüren oder Räumen mit vielen Hindernissen (WC, Säulen, Nischen). Zu knapp einkaufen und für eine Folgepackung mit anderer Charge (Farbton-Abweichung) zurückzumüssen ist der Worst Case — Verleger planen bei Großbaustellen meist 1–2 Pakete Reserve ein.
Die zu fliesende Fläche ist nicht immer der Bodengrundriss. An Wänden: Länge × Deckenhöhe, dann Tür- und Fensteröffnungen abziehen. Für Spritzschutz: Laufmeter × Spritzschutzhöhe. Bei Böden mit Einbaumöbeln können Sie diese Flächen abziehen, aber viele Verleger fliesen darunter — es ist einfacher und der Mehrpreis klein gegenüber dem Lohn.
Die Formel
Flächen in passenden Einheiten. Das Symbol ⌈ ⌉ bedeutet Aufrunden — Bruchteile von Fliesen oder Paketen kann man nicht kaufen. Der Rechner verarbeitet metrisch/imperial automatisch.
Beispielrechnung
- Boden 4 × 3 m = 12 m². Fliesen 30 × 30 cm = 0,09 m².
- Benötigt = 12 / 0,09 ≈ 134. +10 % = 148. Pakete (10/Paket) = 15.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Verschnitt einplanen?
Standard-Empfehlung: 10 % bei gerader Verlegung, 15 % diagonal, 20 % bei Fischgrät oder Räumen mit vielen Hindernissen. +5 % bei Naturstein (mehr Bruch und Farbtonvariation). Bei sehr kleinen Baustellen (< 5 m²) mindestens 15 %, da Schnittverschnitt dominiert.
Warum auf ganze Pakete aufrunden?
Händler verkaufen pro Paket; Einzelfliesenverkauf ist selten und Einzelstücke stammen oft aus einer anderen Charge mit subtilen Farbtonunterschieden. Volle Pakete — und eine einzige Charge — halten die Farbe konsistent. Reste für künftige Reparaturen aufbewahren — ein eingestelltes Sortiment Jahre später zu finden ist praktisch unmöglich.