Wie es funktioniert
Das Seitenverhältnis ist das proportionale Verhältnis zwischen Breite und Höhe. Es beschreibt die Form, nicht die Größe: 1920×1080 und 1280×720 teilen 16:9, nur in verschiedenen Größen. Designer, Fotografen und Videoeditoren nutzen es ständig — jeder Export, Zuschnitt und jedes Resize bewahrt oder ändert es gezielt.
Gängige Verhältnisse: **16:9** für HD/4K und moderne Monitore; **4:3** für ältere Monitore und klassisches TV; **21:9** für Ultrawide und Gaming; **3:2** für DSLR-Sensoren (und 35-mm-Film); **1:1** für Instagram-Quadrate und Produktfotos; **9:16** für vertikale Mobile-First-Videos (TikTok, Reels). Druck nutzt 4:5 hoch (20×25 cm) und 5:7, beides passt nicht zu Sensoren oder Bildschirmen — daher Crops beim Drucken.
Resize unter Beibehaltung des Verhältnisses ist die häufigste Aufgabe. Neue Breite *oder* Höhe wählen, mit aktuellem Verhältnis multiplizieren für die andere. Strecken auf ein anderes Verhältnis ohne Zuschnitt verzerrt (gequetschte Gesichter). Richtig: zum Zielverhältnis croppen, Letterbox/Pillarbox-Balken hinzufügen, oder intelligent um das Motiv croppen. Der Rechner macht die Mathematik — dein gestalterisches Urteil das Cropping.
Die Formel
B = aktuelle Breite, H = aktuelle Höhe, ggT = größter gemeinsamer Teiler (Euklid). Verhältnisse ohne ganzzahlige Vereinfachung (z. B. 1366 × 768 → 683:384, nicht das vermarktete 16:9) offenbaren „fast-16:9"-Panels.
Beispielrechnung
- Bild 1920 × 1080.
- ggT = 120 → Verhältnis 16:9. Resize auf Breite 800: Höhe = 800 × (1080/1920) = 450 px.
Häufig gestellte Fragen
Warum simplifiziert 1366 × 768 nicht zu 16:9?
1366 / 768 = 1,7786, nahe 16/9 = 1,7778 aber nicht exakt. Das tatsächliche vereinfachte Verhältnis ist 683:384. Billige Laptop-Panels nutzen seit Jahren 1366 × 768 als Fertigungs-Bequemlichkeit, die „nahe genug" ist, um als 16:9 vermarktet zu werden. Echtes 16:9 in HD-Klasse ist 1280 × 720 oder 1920 × 1080. Visuell unsichtbar — nur relevant für pixelgenaue Grafiken.
Wie wandle ich 4:3 in 16:9 ohne Verzerrung um?
Drei Optionen: (1) **Cropping** — oben und unten vom 4:3-Bild abschneiden, um 16:9 zu erzeugen. Inhalt verloren, keine Balken. (2) **Pillarbox** — 4:3 in einer 16:9-Leinwand mit schwarzen Balken seitlich. Alles erhalten, Totraum. (3) **Strecken** — 4:3 horizontal auf 16:9-Breite. Verzerrt Gesichter (vermeiden). Meist: zentral oder ums Motiv croppen. Premiere bietet „Auto-Reframe" mit Bewegungstracking.
Welches Verhältnis für Social Media?
Spickzettel: **Instagram-Feed** 1:1 oder 4:5 (hoch, mehr Bildschirm). **Reels / TikTok / Shorts** 9:16. **YouTube Standard** 16:9. **X/Twitter** 16:9 oder 1:1. **LinkedIn** 1,91:1. **Facebook** 16:9 oder 1:1. Im Zweifel 1:1 — passt fast überall ohne Crop. Vertikales 9:16 dominiert inzwischen Kurzvideo.