Notgroschen-Rechner

Zielgröße des Notgroschens aus Monatsausgaben und Pufferschicht-Wahl berechnen, plus erforderliche monatliche Einzahlung zum Schließen der Lücke.

Wie es funktioniert

Ein Notgroschen schließt die Lücke zwischen einer unerwarteten Ausgabe (Jobverlust, medizinischer Notfall, dringende Hausreparatur) und der Zeit, Einkommen wiederzubekommen oder andere Vermögenswerte zu verflüssigen. Standard: **3–6 Monate wesentliche Ausgaben** — nicht Einkommen. Unterschied wichtig: die meisten Haushalte können diskretionäre Ausgaben im Notfall kürzen, also sind wesentliche Ausgaben (Miete/Hypothek, Nebenkosten, Essen, Versicherung, Mindest-Schulden) das, was der Fonds wirklich abdecken muss.

Welches Ende der Spanne. Drei Monate bei stabiler Beschäftigung, Doppelverdiener, schnell wiederbeschäftigungsfähigen Fähigkeiten und Kreditlinien als Backup. Sechs Monate für Alleinverdiener-Haushalte, Freelancer, Werkverträger und langsame Wiederbeschäftigungs-Branchen. Selbstständige und nicht-standard Einkommen (Provisionen, Tantiemen, aktiengewichtete Vergütung) gehen oft auf 9–12 Monate wegen höherer Volatilität. Häufiger Fehler: „Einkommens-Ersatz" anvisieren — zu viel; nur Wesentliches abdecken, nicht Lebensstil.

Wo halten. Liquid (binnen Tagen verfügbar) und stabil (kein Kapitalverlust-Risiko). Hochzins-Sparkonten, Geldmarkt, kurzlaufende Staatsanleihen: ja. Aktien, Immobilien, gebundene Festgelder: nein. Opportunitätskosten von 4 % Cash vs 7 % Index sind real — für 30k über 5 Jahre ~5k entgangene Rendite — aber der Wert liegt darin, nie gezwungen zu sein, im schlechtesten Moment zu verkaufen. Als Versicherung behandeln, nicht als Anlage.

Die Formel

Ziel = Monatsausgaben × Pufferschicht_Monate Lücke = max(Ziel − aktuelle_Ersparnisse, 0) Monatlich_Sparen = Lücke / Monate_bis_Ziel

Monatsausgaben = nur Wesentliches (Wohnen, Essen, Transport, Versicherung, Nebenkosten, Mindest-Schulden). Pufferschicht_Monate = 3 bis 12 je nach Stabilität. Monate_bis_Ziel = aggressiv (12 = 1 Jahr) oder sanft (24).

Beispielrechnung

  • 3.500 $/Monat wesentlich, 6 Monate, 5.000 $ bereits gespart, 18 Monate.
  • Ziel = 3500 × 6 = 21.000 $. Lücke = 21.000 − 5.000 = 16.000 $. Monatlich = 16.000 / 18 ≈ 889 $/Monat.

Häufig gestellte Fragen

Erst Schulden tilgen oder Fonds bauen?

Kleiner Starter-Fonds zuerst (1k–2k), dann Hochzins-Schulden angreifen (Kreditkarten, Sofortkredite, > 8 %), dann vollen 3–6-Monats-Fonds bauen, dann mittlere Schulden (Studienkredit, Auto), dann investieren. Der Starter verhindert Kreditkartennutzung beim nächsten Notfall — Kreislauf gebrochen. Nach Hochzins-Schulden parallel Fonds bauen und investieren.

Zählt Hypothek als wesentlich?

Ja — bis du verkaufst. Hypothekenrate, Grundsteuer und Versicherung sind nicht verhandelbar, solange du das Haus besitzt. Im Notfall vermieten ist theoretisch möglich, aber selten schnell genug. PITI komplett einschließen. Dasselbe gilt für Auto-Leasings oder andere lange Verpflichtungen — feste Verbindlichkeiten, die der Fonds für den Puffer-Zeitraum abdecken muss.

Welcher Zinssatz für das Wachstum?

Was dein Hochzins-Sparkonto aktuell bietet — typisch 0,5–5 % je nach Land und Zinsumfeld. Der Rechner nutzt bewusst einfache Division (Lücke / Monate) statt Aufzinsung, weil (a) der Horizont kurz ist, (b) der Zinssatz niedrig ist und Zinseszins kaum etwas bewegt, (c) einfach das Cashflow-Ziel klar zeigt. Wenn du Compound willst, einen Sparziel-Rechner mit Zielbetrag und Zins nutzen.

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