Rentenrechner

Endwert, Barwert oder erforderliche Rate einer Rente aus Zinssatz, Laufzeit, Häufigkeit und Typ (nachschüssig vs. vorschüssig) berechnen.

Wie es funktioniert

Eine Rente ist eine Reihe gleicher Zahlungen in regelmäßigen Intervallen — monatlich, quartalsweise, jährlich — über eine definierte Anzahl Perioden. Renten, Hypotheken, Leasings, Altersvorsorge-Beiträge und Anleihe-Kupons sind im Kern Renten. Der Rechner löst dieselbe Gleichung in drei Richtungen, je nachdem welche zwei von {Barwert, Endwert, Rate} bekannt sind.

Zwei Timing-Konventionen. (1) Nachschüssige Rente: Zahlung am ENDE jeder Periode. Die meisten Kredite, Renten-Auszahlungen und Anleihe-Kupons. (2) Vorschüssige Rente: Zahlung am ANFANG. Miete, Leasing, viele Versicherungsprämien. Mathematisch eine Aufzinsungsperiode mehr; Endwert vorschüssig ist um Faktor (1 + r) höher, Barwert ebenso.

Vorsicht bei Zinssatz und Häufigkeit. Bei 6 % p.a. mit monatlicher Einzahlung ist Periodenzins 6 %/12 = 0,5 % und Periodenzahl Jahre × 12. Die meisten Tabellenfehler entstehen durch Nichtanpassung. Dieser Rechner erledigt die Umrechnung; bei Handprüfung beide angleichen.

Die Formel

Nachschüssige Rente: Endwert = PMT × ((1+r)^n − 1) / r Barwert = PMT × (1 − (1+r)^−n) / r Vorschüssige Rente (× (1 + r)): Endwert_vor = Endwert_nach × (1 + r) Barwert_vor = Barwert_nach × (1 + r) Für PMT die Gleichung invertieren. r = Jahreszins / Perioden_pro_Jahr, n = Jahre × Perioden_pro_Jahr.

PMT ist die periodische Rate (Einzahlung oder Auszahlung). r ist Periodenzins. n Gesamtzahl der Perioden. Endwert am Ende, Barwert heute. (1 + r)-Faktor bei vorschüssig spiegelt eine zusätzliche Aufzinsungsperiode wider, weil jede Zahlung eine Periode früher erfolgt.

Beispielrechnung

  • 500 $/Monat, 6 % p.a., 30 Jahre, nachschüssig (Monatsende).
  • r = 0,06/12 = 0,005, n = 360. Endwert = 500 × ((1,005^360 − 1)/0,005) ≈ 502.257 $.

Häufig gestellte Fragen

Wann vorschüssig statt nachschüssig?

Mit dem Cashflow-Timing des Vertrags abgleichen. Miete und die meisten Leasings am Monatsanfang → vorschüssig. Kreditraten, Rentenauszahlungen, Anleihe-Kupons am Ende → nachschüssig. Falsche Wahl verschiebt alles um Faktor (1 + r) — pro Periode klein, aber über Jahrzehnte gewichtig. Im Zweifel: Welcher Tag im Monat wird gebucht?

Warum stimmt das Ergebnis nicht mit der Bank?

Häufige Ursachen: (1) APR vs APY — APY = (1 + APR/n)^n − 1. (2) Gebühren, die im Netto sichtbar sind, aber nicht in der Lehrbuchformel. (3) Erste Periode anteilig (Konto unterm Monat eröffnet). (4) Tageszählkonvention (30/360 vs tatsächlich/365). Für exaktes Matching Bank nach Konvention und Definition fragen.

Kann ich es für eine private Altersvorsorge nutzen?

Ja — das ist die Mathematik dahinter. Monatliche Häufigkeit, Beitrag als PMT, erwartete Langfrist-Rendite als Zinssatz, Jahre bis Rente als Laufzeit. Endwert auflösen. Zwei Hinweise: (1) Gebühren abziehen (1 % auf 6 % brutto → 5 % nutzen); (2) reale Renditen schwanken, der Endwert ist eine Punktschätzung. Auch ein Tief/Hoch-Szenario testen.

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